Ausflüge & Tagestouren in Chile

Wir bieten Ihnen Ausflüge in die Umgebung von San Pedro de Atacama und Santiago de Chile. Von der Fahrradtour bis zur Weingutbesichtigung und Stadtrundfahrt eine Bereicherung für jede Mietwagenrundreise und Kurzaufenthalt. Sie haben die Wahl, ob Sie die Ausflüge als Privattour oder als Teil einer Gruppe erleben möchten.

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Folklore-Show
auf Anfrage

Die Kultur der Rapa Nui

Halbtagestour ab/bis Hotel Osterinsel

Tauchen Sie ein in die Kultur der Rapa Nui.

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Quebrada del Diablo
auf Anfrage

Wandern in der Quebrada del Diablo

Halbtagestour ab/bis San Pedro de Atacama

Wanderung in der kargen Schönheit der Atacama-Wüste.

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Wandern auf der Osterinsel
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Wanderung auf den Terevaka Vulkan

Halbtagestour ab/bis Hotel Osterinsel

Wandern Sie auf den Vulkan Terevaka und genießen Sie eine herrliche Aussicht.

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Santiago de Chile
ab 73,- €

Stadtrundfahrt Santiago de Chile

Halbtagestour ab/bis Santiago de Chile

Santiago de Chile entdecken.

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Weingut Santa Rita
ab 104,- €

Weingut Santa Rita

Halbtagestour ab/bis Santiago de Chile

Traditionelles Weingut in schöner Umgebung.

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Valparaiso ©John W Banagan
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Valaparaiso und Vina del Mar

Tagestour ab/bis Santiago de Chile

Valparaiso, Hafenstadt und UNESCO Weltkulturerbe und das mondäne Seebad Vina del Mar.

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Schnee in der Wüste

Es ist ein seltenes Wetterphänomen: Schnee in Südamerikas Atacama Wüste. Alle paar Jahre kommt das vor. Jetzt gerade erst wurde die karge Wüstenlandschaft unter einer Schneedecke begraben. Nord-Chilenen, die in ihrem Leben bis dahin noch nie Schnee gesehen hatten, bauten Schneemänner und lieferten sich Schneeballschlachten. Ein bizarrer Anblick!

Die kältesten Monate der Region im Norden Chiles, wo sich die Atacama Wüste befindet, sind Juni und Juli. Während es in den Hochlagen der Anden, im Altiplano auf ca. 4.000 m Höhe, trotz des sehr trockenen Wetters aufgrund niedriger Temperaturen hin und wieder Schnee gibt, ist Schnee in den niedrigeren Lagen der Atacama Wüste äußerst selten.

Die Atacama Wüste gilt als trockenste Wüste der Welt. Es gibt mehrere Orte, an denen es seit Jahren, gar Jahrzehnten, nicht geregnet hat – von Schnee ganz zu schweigen.

Der Mangel an Niederschlag in der Atacama Wüste hängt zum einen damit zusammen, dass sie im Regenschatten der mächtigen Anden mit ihren über 6.000 m hohen Gipfeln liegt. Die feuchtwarme Luft aus Osten aus dem Amazonasbecken kann die Berge nicht überwinden. Und so kommt es weder zu häufiger Wolkenbildung noch zu Niederschlag.

Die Atacama Wüste befindet sich größten Teils im schmalen Küstenland Chile. Aufgrund des vorbeifließenden Humboldtstroms ist der Pazifik vor Chiles Küste sehr kühl. Kommt warme, feuchte Luft aus Westen, kühlt diese noch über dem Meer ab. Es entsteht Nebel. Die Pazifikküste ist auch weiter nördlich in Peru berühmt berüchtigt für ihren Küstennebel, der der peruanische Hauptstadt Lima viele Tage des Jahres unter einer dichten Nebelschicht ohne Sonnenschein beschert. Aufgrund der kühlen Meeresströmung kommt es so gut wie nie zur Bildung von Tiefdruckgebieten und somit selten zu Niederschlag.

Das Atacama Becken mit seiner Oasenstadt San Pedro de Atacama, die den meisten Reisenden als Ausgangsort zur Erkundung der Atacama Wüste dient, liegt nicht nur im Regenschatten der Anden, sondern zwischen Chiles Küstenkordillere und den Andengipfeln. Diese beiden Höhenzüge bilden sozusagen einen doppelten Regenschatten.

Im subtropischen Hochdruckgürtel, der die gesamte Welt jenseits des Passatwindgürtels der Tropen umschließt, herrschen Hochdruckgebiete vor. Diese Hochdruckgebiete sorgen dafür, dass die Höhenluft absinkt. Über dem trockenen, meist heißen Land verdunstet die Feuchtigkeit schnell.

Ungewöhnlich im Jahr 2021 war der Zeitpunkt des Schneefalls Ende August. Ende August kehrt i.d.R. bereits frühlingshaftes Wetter ein. Meteorologen erklären sich das jüngste Wetterphänomen daher mit dem Klimawandel.

Der Klimawandel und El Nino brachten in den letzten Jahres auch bereits immer heftigere Regenfälle, wenn es denn einmal zu Niederschlag in der Atacama Wüste kam. Sturzfluten und Überschwemmungen waren die Folge. Die nahezu vegetationslose Landschaft aus Sand und Felsen kann kaum Wasser aufnehmen, Trockenflüsse sammeln die Regenmassen und werden zu reißenden Flüssen. Schlamm und Felsbrocken bringt das rauschende Wasser zusätzlich von den Berghängen mit.

Die ursprüngliche Architektur indigener Andenvölker ist die Adobe Bauweise. Dabei handelt es sich um luftgetrocknete Lehmziegel. Viele Häuser und auch die Kirche in San Pedro de Atacama wurden auf traditionelle Weise aus Lehm erbaut. Viel Niederschlag, besonders Starkregen, zerstört diese nach und nach. Die Folge: Häuser stürzen ein.

Das Klimaphänomen El Nino bringt inzwischen ca. alle sieben Jahre heftigste Starkregenfälle. Denn es sorgt durch Strömungsveränderungen in der Atmosphäre dafür, dass der kalte Humboldtstrom abgeleitet wird. Nahe der Wasseroberfläche erwärmt sich das Wasser des Pazifiks stark, da es nicht mit dem kalten Wasser aus der Tiefe des Meeres durchmischt wird. Feuchte Luft, die über das Meer kommt, wird nicht abgekühlt, es kommt zu weniger Nebel, dafür aber zu teils starker Wolkenbildung und folglich zu Niederschlägen, i.d.R. Regen.

In manchen Gegenden der Atacama schlummern im Wüstensand aber auch Samen, mitunter jahrelang, die nach seltenen Regenfällen beginnen zu sprießen und die ansonsten bizarre, karge Landschaft in ein liebliches, farbenfrohes Blütenmeer verwandeln (zuletzt 2017). Regenwasser bringt Leben, zumindest manchmal.

Im Wüstenboden der Atacama leben Mikroben. Sie haben sich speziell an die extreme Trockenheit angepasst. Ein wenig Feuchtigkeit tut den Mikroben zwar gut, doch häufiger Regen oder Starkregenfälle wie in den letzten Jahren führen zum Aussterben einiger Arten.

Die Zusammenhänge sind interessant und vielseitig und eine Wissenschaft für sich. Erst nach und nach erforschen wir die großen Veränderungen unseres Klimas und was es für Folgen hat – für Kleinstlebewesen, aber auch für uns Menschen.

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